Germany – What Could Go Wrong?

In recent years, Germany has fought intensively against right-wing ideas and fascist tendencies. Society has shown a remarkable mobilisation against extreme right-wing movements and ideologies, but in this struggle one key point may have been overlooked: The possibility that many of the ideas that are branded as fascist are basically just common sense.

The fight against what is labelled ‘right-wing’ or ‘fascist’ has led to a hypervigilance in which even everyday, common-sense ideas such as the need for national security, the importance of law and order or the desire for cultural identity are lumped together with extremist ideologies. This equation can lead to legitimate discussions about important issues such as immigration, integration and internal security being stifled before they can even begin.

For example:

Security policy: the call for a robust security architecture aimed at protecting citizens and combating terrorism is often interpreted as an authoritarian or fascist tendency.

Cultural identity: Preserving and honouring one’s own culture and history is sometimes interpreted as nationalistic or xenophobic, although there is also a legitimate desire for stability and cultural heritage.

Law and order: Discussions about criminal law, asylum policy or public order can quickly lead to resentment if they are seen as signs of a fascist attitude.

The danger of one’s own fascist ideas

Even more worrying, however, could be that many overlook the fascist elements in their own ideas and actions in the fight against what they perceive to be fascism. Here are some scenarios in which this could be true:

Censorship and suppression of opinion: a culture of self-censorship or institutionalised censorship could emerge under the guise of protection from hate speech or false information. This is a classic feature of authoritarian regimes that restricts diversity of opinion and stifles dialogue.

Collectivism over individualism: There could be a tendency to sacrifice individual freedom in favour of a supposedly higher common good. This could manifest itself in politically correct norms that restrict freedom of expression or lead to a ‘culture of denunciation’ in which people are penalised for dissenting views.

Glorification of the state: The idea that the state should accumulate more and more power at the expense of personal freedom in order to achieve ‘good’ goals could lead to an overemphasis on the state. This form of statism can easily slide into a fascist attitude, where the state is seen as the last and only means of solving all problems.

Unified culture: The pressure to impose a unified culture and opinion could lead to the suppression of minorities or dissenters, which directly corresponds to the fascist idea of unity and conformity.

Superior morality: If one group or ideology claims the moral high ground and considers other views unworthy or dangerous, this could lead to a kind of moral fascism where only one view is considered legitimate.

In Germany, the next few years will be about making a clear distinction between common sense and extreme political ideologies. The danger lies not only in suppressing normal, socially necessary discussions in the fight against fascism, but also in inadvertently promoting fascist tendencies in our own political and social practice. It is crucial that this reflection and criticism takes place on both sides of the political spectrum in order to promote a society that is truly based on openness, dialogue and respect for diversity.

The future will show whether Germany can find this balance or whether it will drift in exactly the direction that most people are certainly trying to fight against.

Deutschland: Was könnte schon schiefgehen?


In den letzten Jahren hat Deutschland intensiv gegen rechtsgerichtetes Gedankengut und faschistische Tendenzen gekämpft. Die Gesellschaft hat eine bemerkenswerte Mobilisierung gegen extrem rechte Bewegungen und Ideologien gezeigt, doch in diesem Kampf könnte ein wesentlicher Punkt übersehen worden sein: Die Möglichkeit, dass viele der Ideen, die als faschistisch gebrandmarkt werden, im Grunde genommen nur gesunder Menschenverstand sind.


Der Kampf gegen das, was als “rechts” oder “faschistisch” etikettiert wird, hat zu einer Hypervigilanz geführt, bei der selbst alltägliche, vernünftige Ideen wie die Notwendigkeit von nationaler Sicherheit, die Bedeutung von gesetzlicher Ordnung oder der Wunsch nach kultureller Identität in den gleichen Topf wie extremistische Ideologien geworfen werden. Diese Gleichsetzung kann dazu führen, dass legitime Diskussionen über wichtige Themen wie Immigration, Integration und innere Sicherheit erstickt werden, bevor sie überhaupt beginnen können.

zum Beispiel:

Sicherheitspolitik: Die Forderung nach einer robusten Sicherheitsarchitektur, die darauf abzielt, Bürger zu schützen und Terrorismus zu bekämpfen, wird oft als autoritäre oder faschistoide Tendenz interpretiert.


Kulturelle Identität: Die Erhaltung und Würdigung der eigenen Kultur und Geschichte wird manchmal als nationalistisch oder fremdenfeindlich interpretiert, obwohl hier auch ein legitimer Wunsch nach Stabilität und kulturellem Erbe mitschwingt.


Gesetz und Ordnung: Diskussionen über das Strafrecht, Asylpolitik oder öffentliche Ordnung können schnell zu Unmut führen, wenn sie als Anzeichen für eine faschistische Haltung betrachtet werden.

Die Gefahr des eigenen faschistischen Gedankengutes

Noch besorgniserregender könnte jedoch sein, dass viele im Kampf gegen das vermeintlich Faschistische die faschistischen Elemente in ihren eigenen Ideen und Handlungen übersehen. Hier sind einige Szenarien, in denen dies zutreffen könnte:

Zensur und Meinungsunterdrückung: Unter dem Vorwand des Schutzes vor Hassrede oder falschen Informationen könnte eine Kultur der Selbstzensur oder institutionalisierte Zensur entstehen. Dies ist ein klassisches Merkmal autoritärer Regime, das die Vielfalt der Meinungen einschränkt und den Dialog erstickt.


Kollektivismus über Individualismus: Es könnte eine Tendenz geben, die individuelle Freiheit zugunsten eines vermeintlich höheren Gemeinwohls zu opfern. Dies könnte sich in politisch korrekten Normen manifestieren, die die Freiheit der Meinungsäußerung einschränken oder zu einer “Kultur der Denunziation” führen, in der Menschen für abweichende Ansichten bestraft werden.

Verherrlichung des Staates: Die Idee, dass der Staat auf Kosten der persönlichen Freiheit immer mehr Macht sammeln sollte, um “gute” Ziele zu erreichen, könnte zu einer Überbetonung des Staates führen. Diese Form des Staatswillens kann leicht in eine faschistische Haltung abgleiten, wo der Staat als letztes und einziges Mittel zur Lösung aller Probleme gesehen wird.

Einheitskultur: Der Druck, eine einheitliche Kultur und Meinung durchzusetzen, könnte zu einer Unterdrückung von Minderheiten oder Abweichlern führen, was direkt der faschistischen Idee von Einheit und Konformität entspricht.

Überlegene Moral: Wenn eine Gruppe oder Ideologie behauptet, die moralische Überlegenheit zu besitzen und andere Ansichten als unwürdig oder gefährlich zu betrachten, könnte dies zu einer Art moralischem Faschismus führen, wo nur eine Sichtweise als legitim gilt.

In Deutschland geht es in den nächsten Jahren darum, einen klaren Unterschied zwischen gesundem Menschenverstand und extremen politischen Ideologien zu machen. Die Gefahr besteht nicht nur darin, dass man im Kampf gegen das Faschistische die normalen, gesellschaftlich notwendigen Diskussionen unterdrückt, sondern auch, dass man in der eigenen politischen und sozialen Praxis versehentlich faschistische Tendenzen fördert. Es ist entscheidend, dass diese Reflexion und Kritik auf beiden Seiten des politischen Spektrums stattfindet, um eine Gesellschaft zu fördern, die wirklich auf Offenheit, Dialog und Respekt vor der Vielfalt basiert.

Die Zukunft wird zeigen, ob Deutschland diese Balance finden kann oder ob es in genau die Richtung driftet, die sicherlich die allermeisten zu bekämpfen versuchen.

“Es ist nicht rassistisch auf solche Punkte hinzuweisen.”

“It is not racist to point at those issues”

Ich bin auf YouTube bei diesem Satz hängen geblieben. Der Satz lässt sich verallgemeinern:
“Es ist nicht problematisch auf Punkte hinzuweisen.”

Es ist ein Satz der für mich so viel von den Problemen unserer Gegenwart auf einen Punkt bring.

Meine Recherchen, so könnte man sagen, legen den Schluß nahe, dass die meisten Menschen zu vielen Dingen, die sie als problematisch einstufen, zwar starke Meinungen, nicht aber besonders viel Ahnung zu haben. Zum Teil haben sie auch beeindruckend viele Informationsstücke (“SNUs” für alle, die mit Korsakow vertraut sind) internalisiert, aber diese SNUs schauten mehr oder weniger alle aus der selben Perspektive auf das Problem, nämlich aus der Perspektive der eigenen Meinung.

Wenn man ein mehrdimensionales Objekt (und jedes Problem ist ein mehrdimensionales Objekt) aus nur einer Perspektive betrachtet, hat man keine Chance, das Objekt auf einem höheren Niveau zu verstehen.

Immer wieder stelle ich in Gesprächen, selbst mit den intelligentesten Menschen fest, dass sie sich bei Dingen, zu denen sie eine Meinung haben schwer tun, sich auf Informationen einzulassen, die ihrer Meinung widersprechen. Wenn sie es doch tun, suchen sie in der Regel gezielt nach Informationen, die ihre Meinung bestätigt und benutzen diese SNUs dann als Munition, um ihre ursprüngliche Meinung zu verteidigen.

Viele Leute lassen Perspektiven nicht an sich heran und das ist ein Problem, denn was is die Konsequenz man, wenn man andere Perspektive nicht an sich heranlassen kann? Eine Perspektive oder einen Gedanken an sich heranzulassen ist Voraussetzung dafür, ihn zu bedenken, ihn kennenzulernen, so wie man einen Hund nur dann wirklich kennenlernen kann, wenn man ihn an sich heranlässt. Zu Dingen, die man nicht an sich heranlässt, kann man zwar ein Meinung haben, aber diese Meinung kann dann allenfalls zufällig richtig sein. Mit Analyse, verstehen, kennenlernen und sich in alle Aspekte hinein fühlen wollen hat das nichts zu tun. Mit anderen Worten: Mit der Realität hat es höchstwahrscheinlich nichts zu tun. Wenn man Dinge nicht an sich heranlässt lebt man früher oder später in einer Fantasiewelt.

‘It is not racist to point at those issues’

I recently got stuck on a sentence while watching YouTube: ‘It is not racist to point at those issues.’

This can be generalized to: ‘It’s not problematic to point out issues.’

For me, this sentence encapsulates much of the crux of our current social discourse.

My ongoing research suggests that the majority of people often hold strong opinions on matters they categorize as problematic, yet their knowledge on these subjects is frequently superficial. In some cases, individuals have absorbed a vast amount of information (or SNUs – for people familiar with Korsakow), but they view these problems through the singular lens of their own opinion.

If you examine a multidimensional issue (and every problem is multidimensional) from only one angle, you’re unlikely to achieve a deeper understanding of the object in question.

Time and again, in conversations with even the most intelligent people, I’ve observed that they struggle to engage with information that challenges their existing views. Instead, they seek out SNUs that reinforce their opinions, using this information as ammunition to defend their initial stance.

Many do not allow perspectives they deem problematic to affect them. This is the real issue because what happens if you refuse to entertain a perspective? Engaging with a thought or perspective is essential for understanding it, much like you can’t truly know a dog without interacting with it. You can have an opinion on things without truly understanding them, but such an opinion might only accidentally be correct. This approach has little to do with analysis, understanding, exploring, or empathizing with all facets of an issue. In other words, it’s likely disconnected from reality. If you don’t let new ideas affect you, you’ll eventually live in a fantasy world.

Oh, am I stupid

My words wrestle well and have meaning in themselves alone. They have nothing to do with the world.

Oh, am I stupid! I just had to laugh heartily when I suddenly realised my stupidity. I caught my brain linking things that can’t be linked. This is commonly called a mistake. My brain (like everyone’s?) is constantly making connections between things. This sometimes makes sense, for example when I put words in the ‘right’ order. So that the words make sense – or at least sound good. But often enough, my words may sound good, but they don’t really make sense because they can’t be linked to the world.

And this leads to the answer to the first question, which is: Are euphonious words always true? The answer, there should be general agreement, is – no. Words don’t have to be true, even if they sound nice. Everyone has certainly experienced this, at least since the invention of advertising.

The second question, however, is much more difficult to answer and I would be very interested in other perspectives: What about true words? Do true words always have to be beautiful? To examine this question, we must first define more precisely what is meant by ‘beautiful’ here. Beautiful not from the perspective of the moment, because true words are often terrifying. One would not actually expect beauty to be frightening. So beauty here must mean the beauty that emanates from a true sentence when the sentence is uttered in a historical context, far removed from any emotional closeness.

Emotional closeness, as I said, can be frightening.

Next page