2601-12 George / Bitcoiner sind multiperspektivisch

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Ich habe die Multiperspektivischen viele Jahren gesucht. Seit es sich mir logisch erschloss, dass es sie geben müsste, hielt ich nach ihnen Ausschau, traf aber nie ein Exemplar in freier Wildbahn. Ich fand nur ihre Spuren in Form von medialen Äußerungen. Doch Multiperspektivität läßt sich erst im Dialog zweifelsfrei erfahren und der muss von längerer Dauer sein. Bis ich dann tatsächlich auf ein multiperspektivisches Exemplar von eindeutiger Ausprägung traf: George, er starb vor ein paar Jahren, 92 Jahre alt. Ich habe mehr als 50 Stunden Interviews mit ihm geführt.

George lässt sich so beschreiben: Er konnte Dinge sehen, die andere nicht sehen konnten. Er lernte, das zu seinem finanziellen Vorteil zu nutzen. Er stritt sich immer wieder mit Leuten, die monoperspektivisch waren. Vor allem in seinen Familienkonstellationen schwer aus dem Weg zu gehen, eine stete Quelle von Unglück, wenngleich nicht der einzige Fokus seiner Aufmerksamkeit. George war neugierig, immer interessiert, vor allem an gut begründeten Perspektiven, die nicht seine eigenen waren. George wollte unbedingt an Bitcoin herankommen. Ich habe das damals leider noch nicht verstanden. Wenn ich eine Ahnung gehabt hätte, von dem was ich heute sehe, hätte ich alles unternommen ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Sorry George, Du wusstest es schon, nur ich war noch zu dumm.

George kam mir vor, als sei er multiperspektivischer als ich. So jemand war ich noch nie begegnet. Er war mir in jedem Fall voraus, er hat ein ganzes multiperspektivisches Leben gelebt, stand mutig zu seinem Denken und glaubte, was seine Sinne und sein Verstand ihm sagte.

Love you, George, wherever you are!

2601-12 Biology defines human behaviour

2026-01-12

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Biologie nicht Moral bestimmt das Verhalten des Menschen. Manche mögen sagen, dass Moral der Ursprung des Handelns des Menschen sei und dass genau dies den Menschen vom Tier unterscheide. Ich sage: „Moral ist nur die Geschichte, die sich der Mensch erzählt, um sein Handeln zu rechtfertigen.“ Wo das Handeln herkommt, was die eigentliche Quelle des Handelns ist, ist dem moralisch denkendem Mensch verstellt, er kann es nicht sehen.

Die Erklärung für das Handeln jeder Einheit des Lebens ist in der Logik des komplexen, verwobenen und alles Leben verbindenden Netzes begründet. Moral ist lediglich eine vereinfachende Metapher, so wie der Desktop auf dem Computer eine Vereinfachung der Vorgänge auf dem Computers ist, eine Vereinfachung die den Computer für den Menschen erst benutzbar machen, begrenzt allerdings auf den Raum, den die Metapher zugänglich macht.

2601-11 Trump eitel?

2026-01-11

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[[Elon Musk]]
[[> jenseits des Spiegels]]

Ich bin ein großer Trump-Fan. Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich ein großer Trump-Feind. Ich habe meine Meinung geändert.

Vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, Trump sei ein eitler Sack, dem es nur darum gehe, dass andere ihn anhimmeln. Ich dachte, er umgebe sich mit Leuten, die ihm nach dem Mund reden und sagen, was er hören will. Ich hätte falscher nicht liegen können.

Nachdem ich mich ergebnisoffen mit den Leuten beschäftigt habe, die sich um Trump versammeln, kann ich nur sagen, das sind keine Leute, die irgendjemand nach dem Mund reden. Robert F. Kennedy, zum Beispiel, er war ein in der Wolle gefärbter Demokrat, aber er ist aus der der Partei (seines Vaters, seines Onkels) ausgetreten, weil er es nicht ausgehalten hat, sich vorschreiben zu lassen, was er zu zu sagen zu denken hätte. J.D. Vance ist auch so einer. Marco Rubio, Tulsi Gabbard. Die Leute um ihn herum sind starke Persönlichkeiten, unabhängige Denker. So kann man es zumindest sehen.

Bleiben wir bei Kennedy. Er war ein Feind von Trump. Das hat sich geändert.
Wenn Kennedy jetzt über Trump spricht, drückt er große Bewunderung, sogar Dankbarkeit aus.
J.D. Vance drückt es ganz ähnlich aus und im Prinzip jeder in der Administration um Trump. Sie sind begeistert, und wie gesagt, das sind Leute, die in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie Leuten nicht nach dem Mund reden. In Teilen der Gesellschaft ist das unvorstellbar, weil diese Teile der Gesellschaft es nicht anders kennen, als anderen nach dem Mund zu reden.

Trump ist ausserordentlich selbstbewusst – er glaubt was er mit eigenen Augen sieht, was er mit eigenem Kopf denkt. Er ist darin unbestechlich und gleichzeitig beeinflussbar weil er jederzeit anerkennt wenn jemand anderes in einem Bereich besser denkt. Dann übernimmt er den Gedanken, er macht ihn sich zu eigen. So delegiert er das das Denken. Er ist der Meister des Delegierens er praktiziert collaborative thinking mit den Klügsten.

Diese besonderen Fähigkeiten: Unabhängige Denker um sich zu sammeln, deren geniale Gedanken sofort zu erkennen und sie sich zu eigen zu machen und dabei den Überblick über die Unmenge an Themen nicht zu verlieren, wie nahezu täglich bei live übertragenen Pressekonferenzen zu beobachten, macht ihn zu einem ganz besonderen amerikanischen Präsidenten. Die Kinder werden noch in 250 Jahren seinen Namen in der Schule lernen. Das kann man jetzt natürlich noch nicht wissen, aber die Art, wie die, die nahe an ihm sind über ihn sprechen lässt vermuten, dass sie es genau so sehen.

Trump als kluger Beobachter der Blicke anderer sieht das natürlich auch.

2601-05 Rezepte der Vergangenheit

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[[> New Media|Neue Medien]]
[[> 2510 REISE USA Austin, TX]]
[[> multi perspectival|> Multiperspektive]]

Die Rezepte der Vergangenheit funktionieren nicht mehr, und das wird gerade immer offensichtlicher. Das ist genau der Grund, warum die Dinge vorne und hinten nicht mehr nicht zusammenpassen, sobald man sie sich durchdenkt. Deswegen reagieren ja auch so viele Leute damit, die Dinge nicht zu durchdenken, sondern einfach Slogans abzuspulen, die sie in der Vergangenheit gelernt haben. Es sind immer wieder die gleichen Sätze. Es ist eine Strategie, die dem Zweck dient, nicht realisieren zu müssen, falsch zu liegen mit den Rezepten, die man anwendet, um aus der Welt Sinn zu machen. Wenn die Menschen die Dinge durchdenken würden, wären sie gezwungen, die Grundfesten ihres Denkens in Frage zu stellen. Und davor haben die meisten Menschen Angst.

Was meine ich mit „in der Tiefe durchdenken“? Also, wenn man etwas in der Tiefe durchdenkt, dann zieht man alle Möglichkeiten in Betracht, derer man habhaft werden kann. Man zieht so viele Möglichkeiten in Betracht, wie man nur kann. Man würde auf keinen Fall auf die Idee kommen, Perspektiven von vornherein auszuschließen. Das ist es, was alle Leute, die ich bis vor Kurzem überhaupt kannte, zum Beispiel beim Thema “AfD” oder “Trump” gemacht haben und die meisten davon machen es noch immer. Es ist beeindruckend zu sehen, welche Energie Leute darauf verwenden, die Augen vor der Realität zu verschließen. Ich habe Wutausbrüche erlebt, wo sich mir nahestehende Personen buchstäblich auf dem Boden gewälzt haben, schreiend und mich wild beschimpfend, weil sie nicht täglich für 10 Minuten auf X gehen wollten. Auf X zu gehen beruhigt mit der Zeit, weil die Welt, wie man sie im medialen Spiegel wahrnimmt, immer mehr dem entspricht, was man mit eigenen Augen und mit eigenem Verstand wahrnehmen kann. Wenn auch noch das Umfeld beginnt, die Welt so, also „richtig herum“, wahrzunehmen, entsteht wieder dieselbe gemeinsame Gewissheit, die ich früher immer suchte, aber auf einem höheren Niveau. Denn es ist nicht nur die gemeinsame Gewissheit, es ist auch das Wissen darum, dass diese Gewissheit die Realität adäquater wiedergibt.

2601-04 Das Internet war der Weg

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Die Zeitung hat sich nicht als die Quelle der Wahrheit herausgestellt, für die man sie anfangs gehalten hatte. Bei Büchern, Radio und Fernsehen war es ebenso am Anfang, als das Medium noch jung war und man sich noch von dem Schein des Neuen blenden ließ. Dasselbe gilt für Radio, Fernsehen, Film, für soziale Medien, für YouTube, für X. Der Schein des Neuen ist verführerisch, aber es ist trügerisch, in es eine in beliebiger Form bessere Realität hineinzusehen als die eigene. Just a reminder – die eigene ist die, die man vor Augen hat, die man mit dem eigenen Kopf begreift (so wie man mit den Händen einen Ball anfasst).

Und doch hat uns jedes Medium weitergebracht, ein immer komplexeres Verständnis der Welt zu entwickeln, untereinander zu teilen und von verschiedenen Stellen daran zu arbeiten. Es öffnet sich gerade eine weitere Tür in die Zukunft, eine Zukunft, die den meisten noch unbegreifbar ist. Eine Zukunft, die wir womöglich mit unseren alten, in prädigitaler Zeit geprägten Hirnen nie verstehen werden. Die Tür zu dieser Zukunft öffnet sich gerade. Die Tür ist eine Flügeltür, der eine Flügel ist eine AI, der andere Bitcoin. Das Internet war der Weg dahin.

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