2601-20 Freiheit vs vorgegebene Ordnung

2026-01-20

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Es geht nicht um rechts gegen links oder Blau gegen Schwarz/Rot/Grün/Gelb. Es geht um etwas anderes. Die eigentliche Frage ist, ob man für das Individuum oder für das Kollektiv steht – Freiheit versus zentral verordnete Ordnung. Im Kern ist es die Wahl zwischen zwei Arten von Ordnung:

Der Ordnung, die sich von selbst aus der Freiheit ergibt (wie das Muster, das die Wellen auf einem Sandstrand hinterlassen), und der Ordnung, die von irgendjemandem vorgegeben wird: von einem Rat der Klügsten, den Vernünftigen, die zum Wohle aller zusammentreten.

Die vorgegebene Ordnung hat in der Geschichte allerdings nie funktioniert. Diejenigen, die am stärksten für sie eintreten, halten sich für die Klügsten und Vernünftigsten. Gerade weil sie so fest von ihrer eigenen Richtigkeit überzeugt sind, werden sie unaufhaltsam. Nur die wenigsten bringen den Mut auf, in den Spiegel zu schauen. Der Rest kämpft weiter – und selbst wenn sie besiegt werden, hören sie nie auf, an ihre Ordnung zu glauben: eine Ordnung, die nur als Idee funktioniert, in den Köpfen der Gelehrten, die sehen können, ob eine Idee funktioniert, aber nicht erkennen, wenn sie in der Realität zusammenbricht.