2601-11 Trump eitel?

2026-01-11

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[[> jenseits des Spiegels]]

Ich bin ein großer Trump-Fan. Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich ein großer Trump-Feind. Ich habe meine Meinung geändert.

Vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, Trump sei ein eitler Sack, dem es nur darum gehe, dass andere ihn anhimmeln. Ich dachte, er umgebe sich mit Leuten, die ihm nach dem Mund reden und sagen, was er hören will. Ich hätte falscher nicht liegen können.

Nachdem ich mich ergebnisoffen mit den Leuten beschäftigt habe, die sich um Trump versammeln, kann ich nur sagen, das sind keine Leute, die irgendjemand nach dem Mund reden. Robert F. Kennedy, zum Beispiel, er war ein in der Wolle gefärbter Demokrat, aber er ist aus der der Partei (seines Vaters, seines Onkels) ausgetreten, weil er es nicht ausgehalten hat, sich vorschreiben zu lassen, was er zu zu sagen zu denken hätte. J.D. Vance ist auch so einer. Marco Rubio, Tulsi Gabbard. Die Leute um ihn herum sind starke Persönlichkeiten, unabhängige Denker. So kann man es zumindest sehen.

Bleiben wir bei Kennedy. Er war ein Feind von Trump. Das hat sich geändert.
Wenn Kennedy jetzt über Trump spricht, drückt er große Bewunderung, sogar Dankbarkeit aus.
J.D. Vance drückt es ganz ähnlich aus und im Prinzip jeder in der Administration um Trump. Sie sind begeistert, und wie gesagt, das sind Leute, die in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie Leuten nicht nach dem Mund reden. In Teilen der Gesellschaft ist das unvorstellbar, weil diese Teile der Gesellschaft es nicht anders kennen, als anderen nach dem Mund zu reden.

Trump ist ausserordentlich selbstbewusst – er glaubt was er mit eigenen Augen sieht, was er mit eigenem Kopf denkt. Er ist darin unbestechlich und gleichzeitig beeinflussbar weil er jederzeit anerkennt wenn jemand anderes in einem Bereich besser denkt. Dann übernimmt er den Gedanken, er macht ihn sich zu eigen. So delegiert er das das Denken. Er ist der Meister des Delegierens er praktiziert collaborative thinking mit den Klügsten.

Diese besonderen Fähigkeiten: Unabhängige Denker um sich zu sammeln, deren geniale Gedanken sofort zu erkennen und sie sich zu eigen zu machen und dabei den Überblick über die Unmenge an Themen nicht zu verlieren, wie nahezu täglich bei live übertragenen Pressekonferenzen zu beobachten, macht ihn zu einem ganz besonderen amerikanischen Präsidenten. Die Kinder werden noch in 250 Jahren seinen Namen in der Schule lernen. Das kann man jetzt natürlich noch nicht wissen, aber die Art, wie die, die nahe an ihm sind über ihn sprechen lässt vermuten, dass sie es genau so sehen.

Trump als kluger Beobachter der Blicke anderer sieht das natürlich auch.